Suchland-Bestattungen
Breite Straße 30
14199 Berlin

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Historie

Die Familie Suchland führt seit nunmehr 1903 in der jetzt bereits 5. Generation ein Inhaber-geführtes Beerdigungsunternehmen in Berlin-Schmargendorf.

Gegründet wurde unser Unternehmen im Jahr 1891 durch den Schreinermeister Carl Suchland (13.8.1857 Steglitz - 7.2.1933 Berlin). Er stammt aus einem alten Steglitzer Bauerngeschlecht, dass seit dem 30jährigen Krieg erwähnt wird und wohl ursprünglich aus Rüdersdorf zuwanderte.

Bis zur Separation der Bauern Mitte des Neunzehnten Jahrhunderts hatten die Suchlands über 150 Jahre dort das sogenannte "Nennschulzenamt" inne, welches vom jeweiligen Gutsherrn des Dorfes vergeben wurde. Die 1938 aus Neue- und Marksteinstraße gebildete Suchlandstraße, zwischen der Schützen- und der Kurze Straße gelegen, erinnert in unseren Tagen in Steglitz an die Familie.

Verheiratet war Carl Suchland mit seiner Frau Emilie Suchland geb. Wesenack (17.8.1864-12.6.1938). Im Adressbuch wird er 1896 erstmals im Haus der Witwe A. Senewaldt in der Zoppoter Straße 2 genannt. In den Jahren 1900 bis 1903 war er gemeinsam mit dem Uhrmacher Carl Ruhncke Eigentümer der Firma Ruhncke & Suchland, die in der Kreuzberger Oranienstraße 171 optische Instrumente für Augenuntersuchungen herstellte. In welchem verwandtschaftlichenVerhältnis er zum bis 1919 in Steglitz wohnenden Tischler Gustav Suchland stand, ist nicht bekannt. Ab 1903 spezialisierte sich Carl Suchland in seiner Werkstatt im Haus der Witwe M. Balz, in der Breite Straße 29, auf die Herstellung von Särgen und firmierte als "Sargmagazin und Beerdigungs-Comptor". Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagierte er sich vor allem bei der freiwilligen Feuerwehr. Von 1900 bis zur Einführung der Berufsfeuerwehr in den Zwanzigerjahren war er als Oberführer deren Vorgesetzter. Über eine Verkabelung der meisten Mitglieder im Dorf konnten die Wehrleute im Brandfall auch nachts ohne Sirene verständigt werden und zum Depot in der Breite Str. 3, bzw. ab 1906 zur Friedrichshaller Straße 13, eilen.

In seine Fußstapfen trat der einzige Sohn und somit Nachfolger Karl Suchland (25.3.1898 Schmargendorf -12.1.1969 Berlin), ebenfalls Tischlermeister. Er kaufte 1941 das Haus und führte nach dem Tod des Vaters den Betrieb allein weiter. Nur kurze Zeit wurde er ab 1940 zu den Pionieren eingezogen. Als "systemrelevanter Sargtischler" nach sieben Monaten wieder freigestellt, hatte er in den Kriegsjahren und in den ersten Jahren danach dann auch reichlich zu tun. Hatte sein Vater ein Faible für die Feuerwehr, so war Karl von Jugend an ein begeisterter Fußballer. Fast zehn Jahre lang gehörte er in den Zwanzigerjahren als Stammspieler der Oberligamannschaft des Berliner Sportverein 92 an. Sogar für die Berliner Stadtauswahl wurde er nominiert. Bis zu seinem Tod gehörte Karl Suchland den "Wilmersdorfer Störchen" an, zeitweise im Vorstand der Fußballabteilung und später im Ältesten-Ehrenrat.

Ihm folgte sein Sohn Karl-Peter Suchland (21.1.1938 Berlin - 5.1.2016 Berlin). Dieser hatte im April 1956 als Achtzehnjähriger seine Lehre als Tischler bei Schäler-Bau in der Mecklenburgischen Straße erfolgreich abgeschlossen, und wurde nun im Familienunternehmen tätig. Mitte der Sechzigerjahre wurden alle Häuser auf der westlichen Seite der Breite Straße, von der Warnemünder Straße bis zur Kirche, abgerissen und durch die heute noch existierende Wohnanlage mit der davor platzierten Ladenzeile ersetzt. In dieser Zeit war natürlich enorm viel Improvisationstalent erforderlich, um den Betrieb während der langen Bauphase aufrecht zu erhalten. Während alle anderen neuerrichteten Gebäude ins Eigentum der  Wohnungsbaugesellschaft „Neue Heimat“ übergingen, blieben die Suchlands Eigentümer ihres Hauses, das nun die Nummer 30 bekam.

Mitte der Siebzigerjahre gab man die Schreinerei auf, seitdem wird der Betrieb ausschließlich als Beerdigungsunternehmen geführt. Wie sein Vater war auch Karl-Peter Suchland im BSV 92 tätig. 1980 erhielt er für seine Tätigkeit in der Nachwuchsarbeit der Fußballabteilung die Verdienstnadel in Gold. Als er 2016 starb, übernahm sein bereits seit dem 01.01.1992 im Unternehmen tätiger Sohn Peter Suchland als gelernter Industriekaufmann die alleinige Geschäftsführung des Unternehmens. Auch er kickte natürlich einst beim BSV 92.

Seit 2019 bemüht sich auch dessen Sohn Marc Suchland, der Ur-Ur-Enkel des Firmengründers und ganz der Tradition verpflichtet ebenfalls gelernter Tischler, in die Fußstapfen seiner Vorfahren zu schlüpfen, allerdings ohne nebenbei gelegentlich eine Feuerwehruniform überzustreifen oder dem runden Leder nachzujagen.

Unser herzlicher Dank für die gesammelten Recherchen und Informationen zu unserer Firmenhistorie gilt Herrn Wolf Bonk.